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Verstrahlte Ware aus Japan – Sachmangel oder Transportschaden? 

Die Verstrahlung einer Ware stellt im Kaufrecht einen Sachmangel dar. D.h. der Käufer kann seine Gewährleistungsrechte, wie z.B. Nacherfüllung, Umtausch etc. geltend machen. Wenn den Verkäufer ein Verschulden trifft, kann der Käufer auch Schadenersatz verlangen, z.B. für Entsorgung. Ein Verschulden des Verkäufers liegt beispielsweise vor, wenn er die Ware nach der Katastrophe in Japan zum Versand gebracht hat, ohne diese auf Strahlenbelastung hin zu untersuchen.

Wenn die Ware erst auf dem Versandweg einer Strahlenbelastung ausgesetzt wird, kommt es darauf an, welche Lieferbedingung gemäß Incoterms die Vertragsparteien vereinbart haben. Sollte der Käufer z.B. ab Werk (EXW) eingekauft haben und die Ware auf dem Transportweg kontaminiert werden, so ist es sein Problem und nicht das des Verkäufers.

In der Regel wird verstrahlte Ware nicht als Transportschaden zu sehen sein, da der Mangel i.d.R. vor Transportbeginn bereits vorlag. Anders sieht es aus, wenn aufgrund des Transportweges oder Zwischenlagerungen eine Kontaminierung stattfindet. Dann wird zwar ein Transportschaden vorliegen, der aber von den Transportversicherungsbedingungen ausgenommen ist, da Schäden aufgrund höherer Gewalt oder Radioaktivität nicht gedeckt sind. D.h. je nach vereinbarter Incoterms muss der Verkäufer oder Käufer zusehen, wie er den Schaden vom Logistikdienstleister ersetzt bekommt. Spediteure und Frachtführer haften aber nur begrenzt mit, je nach Verkehrsträger, x Euro / kg. Diese Haftung reicht meist nicht aus, um den Schaden zu decken. Nur, wenn dem Logistikdienstleister grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz nachzuweisen ist, besteht die Chance seinen Schaden vollständig ersetzt zu bekommen. Dabei wird man aber so gut wie immer den Weg vor Gericht bestreiten müssen.
Einkäufer können, um dieses Risiko abzudecken, entweder DDP einkaufen oder mit dem Logistikdienstleister eine individuelle Haftungsvereinbarung für diese Fälle schließen.

tikstandort Deutschland wächst weiter rasant - Umsatzvolumen 98 Mrd. Euro

 

Wie die IKB Deutsche Industriebank in Ihrem Dezemberbericht veröffentlichte, ist der Branchenumsatz im Jahr 2010 in Deutschland um gut 7% auf über 98 Mrd. Euro gestiegen. Für 2011 wird ein Wachstum von weiteren 6% erwartet.  Die Folge sind Preissteigerungen, da der Aufschwung die Laderaumkapazitäten knapper werden lässt. 2011 dürfte damit, was den Umsatz betrifft, das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung darf nicht übersehen werden, dass das Jahr 2009 in der Transport- und Logistikbranche einen Rekordstand an Insolvenzen zu verzeichnen hattet (+26% auf 1742 Unternehmen).

Quelle: IKB Information Transport und Logistik Dezember 2010

Konsignationslager ohne Kapitalbindung


Die Münchener WCT Finetrading GmbH hat für den Mittelstand eine bankenunabhängige Lagerfinanzierung entwickelt. Das Produkt "Finetrading Lager" finanziert das Umlaufvermögen in Konsignationslagern. WCT schaltet sich zwischen die Vertragspartner und erwirbt die Ware gemäß Kundenauftrag. Der Lieferant erhält somit seine Rechnungen umgehend bezahlt und schont seine Liquidität. Der Prozess der Konsignationslagerung ändert sich dadurch nicht.

Quelle: BIP Ausgabe 2 2011

Quelle: IKB Information Transport und Logistik Dezember 2010

 

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