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Das Luftfahrtbundesamt entzieht nach Kontrollen den Status "bekannter Versender"

Die Lücken in der Luftfrachtsicherheit wurden Ende Oktober 2010 durch die Paketbomben aus dem Jemen offensichtlich. In der Folge hatte das Luftfahrtbundesamt (LBA) verstärkt die Beteiligten der Lieferkette, insbesondere die sog. reglementierten Beauftragen (u.a. Spediteure) und bekannten Versender (Warenversender), überprüft. Im Jahr 2010 hat das LBA insgesamt 66 unangemeldete Inspektionen bei reglementieren Beauftragten durchgeführt. 16 reglementierten Beauftragten wurden aufgrund von Mängeln Auflagen erteilt. Ebenfalls in 2010 wurden 178 bekannte Versender unangemeldet kontrolliert. Bei 133 Unternehmen wurden leichte Mängel und bei 15 Unternehmen schwere Mängel festgestellt. Den 15 Unternehmen wurde der Status "bekannter Versender" entzogen.

Wenn Sie regelmäßig Waren per Luftfracht versenden, sollten Sie sich mit dem Thema „Zulassung zum bekannten Versender" dringend auseinander setzen. Die derzeitige Übergangsfrist ist nur geduldet und endet definitiv Anfang 2013.

Neue Sicherheitsgebühr für Luftfracht?

Zusätzliche Kosten kommen auf den Bund zu, wenn die Sicherheitskontrollen für Luftfrachten wie geplant verschärft werden. Die Bundespolizei soll damit beauftragt werden, die Sicherheitsstandards auf Flughäfen von Drittländern zu prüfen. Damit soll z.B. erreicht werden, dass Ware aus Ländern wie dem Jemen nicht oder nicht ohne vorherige Kontrollen per Luftfracht nach Deutschland gelangen kann. Das Luftfahrtbundesamt erhält zusätzliches Personal, um die Beteiligten der "sicheren Lieferkette", also beispielsweise die bekannten Versender und reglementierten Beauftragten, regelmäßig überprüfen zu können. Des Weiteren soll in bessere Kontrolltechnik für die Flughäfen investiert werden.

Wie die FAZ am 21.02.2011 berichtete, plant das Bundesinnenministerium die zusätzlich entstehenden Kosten für die schärferen Sicherheitskontrollen über eine neue Sicherheitsgebühr zu refinanzieren.

Luftfracht: Transitfracht soll stärker kontrolliert werden

Bisher wird Transitfracht i.d.R. nicht kontrolliert, wenn es beim Umladen die sicheren Bereiche des Flughafens nicht verlässt. Dies hat zur Folge, dass Sprengsätze, die von Terroristen als Luftfracht aus Drittstaaten verschickt werden, ungehindert Ihren Bestimmungsort erreichen können. Bereits im Dezemberbericht des Arbeitsstabs zur Luftsicherheit des Bundesinnenministeriums stand der Vorschlag, Transitfracht intensiver zu kontrollieren. Wie die DVZ nun berichtete, erstellt der Arbeitsstab hierfür derzeit ein Konzept. Es sollen unangemeldete Stichprobenkontrollen bei Transitfrachten durchgeführt werden, auch wenn diese aus sog. sicheren Staaten kommen. Des Weiteren soll eine Liste für Risikoflughäfen erstellt werden. Das sind Flughäfen in Drittländern, die nicht den EU Sicherheitsstandards entsprechen. Dort sollen Luftsicherheitsbeamte stationiert werden, welche die Flughäfen beraten und Fracht überwachen.